Unser Namensgeber

Johann Philipp Glock

Johann Phillip GlockJohann Philipp Glock begann nach dem erfolgreichen Abschluß des Abiturs sein Studium der Theologie an der Universität Erlangen. Nach dem Staatsexamen wirkte er in Heidelberg, Lahr, Emmendingen und Baden-Baden als Vikar. Ihn zog es hinaus nach der „ländlichen Scholle“ und so bekam er dann bald seine erste Pfarrstelle in Zuzenhausen bei Heidelberg.

Im Jahre 1880 hat Johann Philipp Glock in der Heilig Geist Kirche in Heidelberg seine Frau Marie geheiratet. Sie entstammte, wie Pfarrer Glock, ländlichen Verhältnissen und liebte die Natur. Die Eheleute Glock hatten zehn Kinder, fünf Mädchen und fünf Buben.

Pfarrer Glock war von 1896 bis 1916 Pfarrer in Wolfenweiler. Er war der letzte großherzogliche Pfarrer auf der Pfarrei Wolfenweiler, denn 1918 beendete der Verzicht des Großherzogs auf sein Fürstentum auch die Verbindung von Thron und Altar. Kaum hatte sich Pfarrer Glock, nachdem er 1896 in Wolfenweiler war, in die Mentalität der Markgräfler eingelebt, widmete er sich der Pflege und Erhaltung der alemannischen Mundart. Von alten Leuten, auch in Nachbardörfern, ließ er sich alte Redensarten, Lieder, Spruchweisheiten und Geschichten erzählen und gab sie in dem Band „Der Breisgauer Volksspiegel“ heraus. Es war ein bezeichnender Titel für dieses Buch. Er glich einem Spiegel, in dem Johann Philipp Glock in das Innere des Volkes, in sein Herz und seine Seele hineinleuchtete.

Sichtbarer Ausdruck seines Wirkens und seiner Wertschätzung ist die Gedenktafel am Pfarrhaus. Mit dem alemannischen Gedicht „Zue Pfarrer Glocks Adänke“ hat unsere Ehrenbürgerin Frau Liesel Meier-Küchlin ein Andenken geschaffen, das einmal mehr die besondere Persönlichkeit von Pfarrer Johann Philipp Glock unterstreicht. Am 25. Dezember 1925 ist Johann Philipp Glock in Bad Nauheim verstorben.